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08.03.2013

Zum Schutz des Stadtbilds: Mangold will Sichtbeton-Fassaden im Zentrum untersagen

„Die Bewahrung unseres städtebaulichen Erbes betrachte ich als kulturelle und stadtpolitische Aufgabe ersten Ranges“


Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) will mit einer Ergänzung der Stadtbildsatzung unansehnlichen Sichtbeton-Fassaden den Kampf ansagen. Bei Neu- und Umbauten in der Altstadt, im Neumarkt, in Teilen von Innstadt und Ilzstadt sowie am Anger sollte Sichtbeton demnach künftig nicht mehr genehmigt werden.

"Leider ist die Zeit des Sichtbetons in Passau noch nicht vorbei. Das sieht man zum Beispiel an dem Info-Häusl in der Fritz-Schäffer-Straße. Für diese Gestaltungsform mag es geeignete Orte geben, wenn jemand so was unbedingt haben will. Aber mitten im historischen Passau passt das nicht. Im Geltungsbereich unserer Satzung zum Schutz des Passauer Stadtbildes hat diese für das alte Passau untypische Fassadengestaltung und Form nach meiner Ansicht nichts verloren", begründet Mangold den Antrag der ÖDP-Fraktion, der inzwischen bei OB Jürgen Dupper eingereicht wurde.

Die immer wieder zu hörende Einschätzung mancher Architekten, Sichtbeton sei der "Marmor der Neuzeit", ist nach Ansicht von Mangold "grotesk". Bedauerlicherweise sei die Auffassung, so etwas müsse man auch in historischen Zentren ermöglichen, "bis in die Genehmigungsbehörden verbreitet", so Mangold.

Dem soll nach Ansicht der ÖDP mit einer Satzungsergänzung aus Respekt vor dem Stadtbild begegnet werden. "Unsere Vorfahren haben mit gutem Geschmack ein städtebauliches Erbe geschaffen, das wir bewahren und unversehrt an nachfolgende Generationen weitergeben sollten. Das betrachte ich als kulturelle und stadtpolitische Aufgabe ersten Ranges", so Mangold.

"Ich will nicht, dass da länger mit zweierlei Maß gemessen wird: Einerseits sind Werbetafeln und die Beschaffenheit von Sonnenschirmen im öffentlichen Raum genau normiert. Wer im Ensemblebereich rechtswidrig eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert, muss mit einer Abbauverfügung rechnen. Andererseits stehen dann aber plötzlich mitten im alten Passau Sichtbetonbauten, die sich nicht einfügen. Wie passt das denn zusammen?", fragt Mangold.


Donnerstag, 2. Juli 2020

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