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12.04.2013

Mangold warnt vor Beschwichtigungen:

Der Bayerische Wald muss sich frühzeitig gegen ein Atomendlager positionieren!


Mangold: Passaus 2. Bürgermeister und ÖDP-Landesgeschäftsführer Urban Mangold will sich in der aktuellen Atomendlager-Standortfrage nicht auf Beschwichtigungen der Landesregierung verlassen. "Zu oft hat diese in den letzten Jahren ihre Positionen geändert als dass man sich da wirklich sicher fühlen könnte. Die Region muss sich jetzt gegen ein Atommüllendlager aktivieren, damit nicht am Ende ein Standort dort bestimmt wird, wo man geringeren Widerstand erwartet", meint der ÖDP-Politiker. Deshalb will Mangold in den nächsten Monaten verschiedene Aktionen gegen ein Atommüllendlager im Bayerischen Wald starten.

Die ÖDP Bayern hält alle erwogenen Endlager-Standorte für ungeeignet. Es gibt nach Ansicht der ÖDP keine geologische Formation, weder Salzstöcke noch Granitgestein noch unterirdische Tonschichten, die für 100.000 bis 1 Million Jahre sicher dicht bleibt. Der Ärmelkanal habe sich beispielsweise erst vor rund 8.300 Jahren geöffnet. Bei Salzstöcken bestehe zudem die Gefahr des Wassereintritts. Bei Granitgestein könne die Abwärme der Spaltelemente bereits in einem Zeitraum von 200 Jahren zu Rissen im Gestein führen. "Die hohen Anforderungen an eine Endlagerstätte können weltweit nicht erfüllt werden. Es ist verantwortungslos, weiteren Atommüll zu produzieren.", so Mangold. Die ÖDP Bayern favorisiert und fordert deshalb den Bau von sabotagesicheren Zwischenlagern mit höchstem Sicherheitsstandard an den AKW-Standorten. Sie müssen auch gegen Terrorangriffe und Flugzeugabstürze geschützt sein, fordert die Partei. "Künftige Generationen hätten dann den Zugriff auf den Atommüll und könnten sichere Schutzmaßnahmen gegen den hochgiftigen Müll anwenden, falls neue Technologien dies ermöglichen", so Mangold.

Die schon bestehenden ungesicherten Zwischenlager an den drei bayerischen Atomkraftstandorten müssen nach Ansicht der ÖDP unverzüglich rückgebaut und durch die neuen Hochsicherheitszwischenlager ersetzt werden. Das wäre dann auch für die Bevölkerung an den Atomkraftwerksstandorten eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem jetzigen Zustand. Die neuen Hochsicherheitslager ersparen zudem gefährliche Atomtransporte quer durch das Land. Den Atomausstieg will die ÖDP schneller umsetzen als der Bundestag mit schwarz-gelb-rot-grüner Mehrheit beschlossen hat. Mangold: "Ein Fortsetzung des Atomrisikos bis 2022 dauert uns zu lange".


Donnerstag, 24. September 2020

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