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06.11.2013

Bürgermeister Urban Mangold sieht in der Seilbahn eine Stadtbildzerstörung

„Mehr Respekt vor der Ästhetik und Schönheit der Stadt!“


Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) spricht sich gegen die von der FDP geforderte Seilbahn von der Altstadt zum Oberhausberg aus. Vor allem die Berg- und Talstation einer solchen Bahn würden der Altstadt bzw. der Natur auf dem Georgsberg empfindliche Wunden zufügen und das Stadtbild zerstören, befürchtet Mangold. Dass der Stadtrat von sich aus das umstrittene Projekt den Bürgern zur Abstimmung vorlegt, will Mangold dagegen mittragen.

"Die ÖDP war schon immer der Meinung, dass es der politischen Kultur gut tut, wenn bei besonders weitreichenden Vorhaben die Bürger das letzte Wort haben", so der ÖDP-Politiker. In der öffentlichen Debatte vor einem solchen Bürgerentscheid müssten "alle Argumente, die gegen die Seilbahn sprechen und die klare Ablehnung des Landesamtes für Denkmalpflege deutlich wahrnehmbar sein", fordert Mangold und kündigt an, "sich mit größtmöglichem Einsatz darum zu bemühen".

Nach Ansicht des ÖDP-Bürgermeisters kann es keine noch so zurückhaltende Planung oder elegant gestaltete Gondel geben, die dem Stadtbild nicht gravierende Schäden zufügt. "Seit Jahrzehnten wird Passau scheibchenweise durch hässliche Brücken, monströse Auffahrtsrampen, unansehnliche Betonuferverbauungen und zwischendrin auch immer wieder mal durch einen grauenvollen Turm verunstaltet. Jetzt muss damit endlich einmal Schluss sein", fordert der ÖDP-Politiker. Abgesehen davon sei es mehr als fraglich, ob sich durch eine Seilbahn wirklich die Umsätze der Gastronomie steigern ließen. Mangold: "Viele Touristen haben ein begrenztes Budget. Die 7 oder 8 Euro für eine Seilbahnfahrt geben die Besucher dann vielleicht nicht mehr im Wirtshaus oder in Geschäften aus".

Eine Debatte über zusätzliche Attraktionen in Passau sei auch schwer erklärbar, weil das Tourismusgewerbe keinesfalls am Boden liege würde, meint Mangold. Genau das Gegenteil sei der Fall: Von Jahr zu Jahr kämen neue Rekordmeldungen über Schiffsreisende, Übernachtungsgäste und Tagestouristen. "Ist es wirklich sinnvoll, spektakuläre Seilbahnen zu bauen, damit der erfreulicherweise bereits boomende Tourismus noch weiter angeheizt werden kann. Ist uns die Bewahrung unserer schönen Stadt nicht mehr wert?", fragt Mangold und fordert "mehr Ehrfurcht vor der Ästhetik und Schönheit der Stadt, die uns unsere Vorfahren geschenkt haben".


Sonntag, 20. September 2020

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