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05.11.2013

Mangold fordert mit Antragspaket arbeitnehmerfreundlicheres Klinikum

„Nicht der Gewinn, sondern der Mensch muss im Vordergrund stehen!“


Bürgermeister Urban Mangold und die ÖDP-Stadtratsfraktion wollen noch in dieser Amtsperiode des Stadtrates weitgehende Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Klinikums erreichen. "Dass jetzt endlich nach der Zoll-Razzia die Reinigungskräfte von der Service-GmbH in den öffentlichen Dienst zurückgeführt werden, ist nur ein erster Schritt, auf den wir schon lange hingearbeitet haben. Aber es gibt am Klinikum in dieser Hinsicht noch mehr zu tun, um das wir uns kümmern wollen", kündigt Mangold an. Zur Klinik-Ausschusssitzung am 3. Dezember wird die ÖDP ein ganzes Antragspaket einreichen.

Die ÖDP verlangt darin von Werkleiter Gottfried Kobluk eine Dokumentation der aufgelaufenen Überstunden in den verschiedenen Abteilungen des Klinikums und deren Aufschlüsselung auf die letzten Jahre. "Wir haben aufgrund verschiedener Schilderungen den Eindruck, dass es im Klinikum Bereiche gibt, wo die Beschäftigten jenseits des Verträglichen arbeiten. Das kann sich auf Dauer nur nachteilig auswirken. Schließlich sollen alle Patienten das Gefühl haben, dass das Personal die notwendige Zeit hat. Vor allem aus dem Bereich der Notaufnahme hört man immer wieder Schilderungen über extrem gestresstes Personal. Nicht der Gewinn, sondern der Mensch muss im Vordergrund stehen", fordert Mangold.

Außerdem verlangt Mangold, dass künftig zwei Arbeitnehmer-Vertreter im Werkausschuss des Klinikums die Arbeitnehmerinteressen vertreten können. Bislang war dort nur ein einzelner Vertreter des Personalrats. Auf die Tagesordnungen soll künftig obligatorisch der Punkt 'Arbeitnehmer-Angelegenheiten' gesetzt werden, bei dem die Arbeitnehmervertreter frei sagen sollen, wo sie der Schuh drückt. Im Aufsichtsrat der Service-GmbH, wo bis vor kurzem die Arbeitnehmer überhaupt keinen Vertreter entsenden durften, sollen bis zur endgültigen Umwandlung oder Auflösung der GmbH ebenfalls zwei Arbeitnehmer-Vertreter sitzen.

Schließlich will Mangold noch erreichen, dass die Teilzeit-Kultur am Klinikum verbessert wird. "Wir hören immer wieder, dass der Wunsch nach Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen am Klinikum häufig mit dem merkwürdigen Modell 'eine Woche Arbeit, eine Woche Freizeit' beantwortet wird. Das ist aber kein sinnvolles Teilzeitbeschäftigungsverhältnis, bei dem Erziehungsberechtigte Kinderbetreuung und Berufsleben in Abstimmung mit dem Kindergarten in Einklang bringen können", findet der ÖDP-Politiker.Beschäftigte mit kleinen Kindern sollten nach Ansicht der ÖDP-Fraktion familiengerechte Arbeitsbedingungen vorfinden. Mangold: "In der inneren Verwaltung der Stadt klappt das schon ganz gut. Und auch wenn es in einer Klinik sicherlich schwieriger ist als in einem Büro, so muss doch alles Mögliche getan werden, um im Regelfall den Wünschen berufstätiger Eltern entgegen zu kommen. Deshalb will Mangold, dass Klinik-Chef Gottfried Kobluk ab sofort mindestens halbjährlich dem Ausschuss einen Bericht vorlegt, welche Teilzeitwünsche aus welchen Gründen nicht wie vom Arbeitnehmer beantragt bewilligt werden konnten. Ich will dass solche Fälle die absolute Ausnahme bleiben, wenn es aus organisatorischen Gründen gar nicht anders geht. Aber davon sind wir den Schilderungen zufolge noch weit entfernt".


Freitag, 25. September 2020

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