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09.11.2011

ÖDP weist neuen Nordtangenten-Vorstoß als „Nervensägen-Strategie“ zurück

Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) appelliert an Landkreispolitiker und Abgeordnete, „Entscheidungen des Passauer Stadtrates endlich zu akzeptieren“


Passaus 2. Bürgermeister Urban Mangold und ÖDP-Fraktionsvorsitzender Paul Kastner weisen den neuen Vorstoß von IHK, CSU und Landkreismehrheit zum Bau einer Nordtangente zurück. „Eine derartige Naturzerstörung in unserem schönen Ilztal auf Höhe der Trifftsperre ist für die Stadtratsmehrheit ausgeschlossen“, so Mangold.

Nach Ansicht des ÖDP-Politikers sei „eine neue Straße nicht notwendig“. „Wenn aber der Landkreis und die CSU daran festhalten wollen, sollen sie doch die jahrelang diskutierte Verlängerung des bestehenden Autobahnzubringers Aicha-Hutthurm Richtung Hauzenberg auf die Beine bringen. Nur weil man sich landkreisintern nicht einigen kann, soll auf dem Rücken der Stadt ein Naturschutzgebiet ersten Ranges zerstückelt werden. Niemand kann von uns verlangen, dass wir da unsere Meinung ändern. Ich appelliere an die Landkreispolitiker, die Passauer Mehrheitsentscheidungen endlich zu respektieren“, so Bürgermeister Urban Mangold.

 

Unzählige Gutachten hätten immer wieder bestätigt, dass eine Nordtangente so gut wie gar keine Entlastung für Passau bringt. „Fast alle wollen nach Passau und nicht an Passau vorbei. Das bestätigt auch ein Gutachten von Prof. Dr. Ing. Harald Kurzak, das die Landkreispolitiker selbst in Auftrag gegeben haben. Der Experte hat ermittelt, dass lediglich 280 Autos pro Tag aus dem Raum Hauzenberg und östlich davon über Passau zur Autobahn fahren oder umgekehrt. Nur diesen wenigen Autos bliebe die Fahrt durch Passau erspart, wenn wir eine Nordtangente hätten“, ruft ÖDP-Fraktionsvorsitzender Paul Kastner in Erinnerung. Der ÖDP-Fraktionschef kritisiert außerdem, dass ausgerechnet die Nordtangentenbefürworter beharrlich eine Beschilderung des aus dem Bayerischen Wald kommenden Fernverkehrs über den Autobahnzubringer Hutthurm-Aicha ablehnen. Kastner: „Man hat manchmal den Eindruck, dass man die Stadt durch vermeidbaren Durchfahrverkehr und mit einer Nervensägen-Strategie mürbe machen will“.

Nach Ansicht der ÖDP ist „die Zeit der großen Straßenneubauprojekte jetzt endgültig vorbei. Es gibt jetzt wichtigeres, nämlich die energetische Sanierung im ganzen Land, um die Energiewende zu schaffen und das Klima zu retten“. Kastner: „Wenn uns der Europaabgeordnete Manfred Weber zur Nordtangente rät, weil eventuell EU-Gelder da sind, die ansonsten woanders ausgegeben werden könnten, bestätigt das nur wieder einmal: Die sinnlosesten und fragwürdigsten Projekte werden vielerorts nur deshalb in Angriff genommen, weil es Zuschüsse gibt“.


Sonntag, 19. Januar 2020

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