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15.04.2015

Bürgermeister widerspricht pro familia-Chef

Mangold: „Die familiäre Kinderbetreuung ist gesellschaftlich wertvoll“


Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) widerspricht der Aussage von Pro Familia-Leiter Thoralf Fricke, der im Interview mit der PNP „Mitnahmeeffekte und gesellschaftliche Fehlanreize“ durch das Betreuungsgeld kritisierte.

Frickes Aussage, Eltern, die sich ohnehin entschieden hätten, ihre unter Dreijährigen zuhause zu betreuen, würden die 150 Euro Betreuungsgeld „halt auch mitnehmen“, lenke davon ab, dass das Betreuungsgeld eine bewusste Anerkennung der familiären Erziehungsarbeit sei. Zustimmen kann Mangold Fricke nur in der Einschätzung, dass 150 Euro ein „Tropfen auf den heißen Stein“ sind. „Echte Anerkennung der Erziehungsarbeit würde bedeuten, dass Eltern, die sich bewusst für die familiäre Betreuung ihrer unter drei jährigen Kinder entscheiden, denselben Betrag bekommen, den auch ein Krippenplatz pro Kind und Monat kostet“, fordert der ÖDP-Politiker. Das Betreuungsgeld sei „viel zu niedrig“.

Dass Befürworter einer familiären Erziehung von Kleinkindern mit dem Vorwurf überzogen werden, sie würden an überholten Rollenbildern festhalten“, ärgert Mangold besonders. „Als Vorsitzender des Stadtratsausschusses für Kinder, Jugend und Familie kann ich darauf verweisen, dass Passau die vom Staat geforderte Bereitstellung von Krippenplätzen schneller erfüllt hat als es vorgegeben war“. Derzeit besuchen in der Stadt 466 der insgesamt 1028 unter Dreijährigen eine Krippe. „Doch wenn alle Eltern ihr Kind in eine Krippe geben wollten, würde dieses Betreuungssystem sofort zusammenbrechen. Die Fachkräfte wären gar nicht verfügbar. Folglich ist es eine Frage der Gerechtigkeit, dass Eltern, die sich bewusst für die familiäre Betreuung entscheiden, finanziell nicht leer ausgehen.

Die einseitige Förderung öffentlicher Betreuung schränkt die Eltern nach Ansicht des ÖDP-Politikers ein: „Der Staat soll zwar Krippenplätze bereitstellen, aber die Eltern nicht länger bevormunden. Für echte Wahlfreiheit müsste das Betreuungsgeld deutlich erhöht werden“. Die Bindung von unter Dreijährigen an die Eltern sei von großer Bedeutung. Verhaltensauffälligkeiten seien häufiger, wenn Eltern zu wenig Zeit für ihre Kinder haben, sagt Mangold: „Wer familiäre Erziehungsarbeit leistet, tut enorm viel für die Gesellschaft“.


Sonntag, 19. Januar 2020

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