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05.08.2015

ÖDP-Bezirksvorstand tagte im Freilichtmuseum Massing

Kritik an „Söders sogenannter Heimatstrategie“ – Initiativen für Denkmalförderung und gegen TTIP


Der ÖDP-Bezirksvorstand beim Rundgang durch das Freilichtmuseum Massing (von rechts): Bezirksvorsitzender und Bezirksrat Urban Mangold, Jörn Rüther, Rosmarie Pfefferl, die stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Christine Ackermann, Stadträtin in Landshut und Oswald Zöller, Alois Erber, Kreisvorsitzender der ÖDP Rottal-Inn, Museumspädagogin Roswitha Klingshirn, Kreistagsfraktionsvorsitzender Sepp Rettenbeck, Bernd Wimmer und Michael Schöffberger.

Der Bezirksvorstand der niederbayerischen ÖDP hat seine jüngste Sitzung mit einem Besuch im Rottal verbunden und im Freilichtmuseum Massing getagt. Kreistagsfraktionsvorsitzender Sepp Rettenbeck und Kreisvorsitzender Alois Erber begrüßten die niederbayerische ÖDP-Spitze. Die Vorstandsmitglieder um den Bezirksvorsitzenden und Bezirksrat Urban Mangold zeigten sich beeindruckt von der Museumskonzeption und auch von den zahlreichen Angeboten für Schulkinder und Heimatpflege. Pädagogin Roswitha Klingshirn stellte dem ÖDP-Bezirksvorstand das Museum vor.

„Die Freilichtmuseen in Massing und Finsterau, an denen der Bezirk Niederbayern beteiligt ist, sind mir ein großes Anliegen. Ich kann allen, die sie noch nicht besucht haben, nur empfehlen, in die Vergangenheit unserer ländlichen Kultur einzutauchen“, so Mangold. „Am Beispiel des Alten kann die notwendige Pflege unseres baukulturellen Bestands und der achtsame Umgang mit unserer Kulturlandschaft in Erinnerung gerufen werden. Vielleicht hilft ein Blick zurück, um dafür zu sensibilisieren, dass wir viel verlieren, wenn wir die Entwicklung des Landes ausschließlich den Marktkräften überlassen“, meint Mangold.

 

Die neue „Heimatstrategie“ von Minister Söder, die nach Ansicht der ÖDP „darauf hinausläuft, dass großflächige Gewerbebauten praktisch konzeptlos in die Landschaft gepflastert werden können“, ist Mangold ein besonderer Dorn im Auge.  „Das wird noch mehr als bisher unsere gewachsene Kulturlandschaft zerstören“, befürchtet der ÖDP-Bezirksrat. Deshalb begrüßt die niederbayerische ÖDP auch voll und ganz die Initiative des Landesvereins für Heimatpflege, des Bund Naturschutz, der Akademie für Landesplanung und der Architektenkammer, die sich gemeinsam gegen Söders Vorstoß wenden.

 

Im Bezirkstag drängt die ÖDP weiterhin gegen Widerstände der anderen Parteien auf eine Erhöhung der Denkmalpflegeförderung. Seit 10 Jahren seien diese Mittel nicht mehr erhöht worden. „Es reicht nicht, nur von Heimat zu reden. Man muss auch etwas tun, um Denkmäler vor Zerstörung und Verfälschung zu bewahren“, meint Mangold an die Adresse des Bezirkstagspräsidenten, der Mangolds Vorstoß schon einmal abgelehnt hat. Nach der Sommerpause kommt die Initiative noch einmal auf die Tagesordnung.

Der ÖDP-Bezirksvorstand will aktuell auch mehrere Aktionen gegen das Freihandelsabkommen TTIP starten, um die Bevölkerung auf die „damit verbundene Gefahr für Demokratie, Ladwirtschaft und Umweltstandards aufmerksam zu machen“.

Hintergrundinfo zur Söder-„Heimatstrategie“ und zum Protest der Verbände:

http://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/kommunales/detailansicht-kommunales/artikel/kampf-gegen-soeders-heimatstrategie.html


Sonntag, 5. Juli 2020

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