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19.04.2016

Sirenen-Probealarm am Mittwoch, 20.04. um 11:00 Uhr

ÖDP reicht Fragenkatalog zum atomaren Katastrophenfall ein


Passau. Am Mittwoch, 20.4. findet in Passau und weiten Teilen Bayerns ein Sirenenprobealarm statt. Der auf- und abschwellende Heulton dauert eine Minute und bedeutet: Radio einschalten und auf Durchsagen achten! Doch sind die Behörden überhaupt auf eine Atomkatastrophe in Temelin oder Isar 2 bei Landshut vorbereitet? Das will die ÖDP-Stadtratsfraktion in einem Fragenkatalog wissen, der demnächst im Passauer Ordnungsausschuss behandelt werden soll.

Die ÖDP-Stadträte Franz Prügl und Michael Schöffberger wollen wissen, wie die Alarmierung bei Stromausfall erfolgt und wie in einem atomaren Katastrophenfall in Temelin oder Isar 2 die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln aufrechterhalten werden könne. Auch wenn ein genereller Schutz vor Verstrahlung nicht möglich sei, könne zumindest das Schilddrüsenkrebsrisiko durch rechtzeitige Einnahme von Jodidtabletten reduziert werden. „Wie sollen die rechtzeitig verteilt werden“, wollen Schöffberger und Prügl wissen.

Bei einer schweren atomaren Katstrophe könne man davon ausgehen, dass der Verkehr innerhalb und außerhalb der Stadt zusammenbreche, möglicherweise auch die Stromversorgung. Passau sei als kreisfreie Stadt Katastrophenschutzbehörde. Deshalb müsse man sich rechtzeitig auf solche Herausforderungen vorbereiten, so die ÖDP-Fraktion.

Wie sollen die Kinder bei Atom-Alarm sicher aus Kindergärten und Schulen nach Hause kommen? Wer bereitet dies flächendeckend vor, die Schulverwaltung oder die Stadt? Welche Notunterkünfte stehen schnell zur Verfügung? Haben die Einsatzeinheiten und Krankenhäuser genügend Strahlenmessgeräte? Werden fehlende Geräte durch die Stadt beschafft? Ist eine Evakuierung überhaupt möglich und wie könnte sie organisiert werden? „Diese Fragen müssen endlich auf den Tisch und beantwortet werden. Das klingt zwar alles nach Horror-Szenario, aber die Gefahr ist real. Tschernobyl und Fukushima haben das gezeigt. Auch in Deutschland laufen noch mehrere Atomreaktoren. Wir dürfen das nicht einfach mit einer „Kopf in den Sand-Haltung“ achselzuckend hinnehmen“, fordern Schöffberger und Prügl.

Auch Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) hält als Vorsitzender des Ordnungsausschusses „eine Überprüfung des atomaren Katstrophenschutzes fast genau 30 Jahre nach Tschernobyl für mehr als berechtigt“. „Wir müssen die Gefahren realistisch betrachten, um die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Und das kann letztendlich nur bedeuten: schneller aus der Atomkraft aussteigen als geplant!“, so Mangold.

Sirenenprobe


Sonntag, 5. Juli 2020

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