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11.10.2016

Stadtrat beschließt Bebauungsplan Innstadt-Brauerei-Areal gegen Stimmen der ÖDP

Mangold: „Ein städtebaulicher Fehlgriff, der nicht zur Innstadt passt!“


Das Stadtratsplenum hat am Montag den endgültigen Bebauungsplan „Ehemaliges Brauereigelände Innstadt“ gegen 7 Stimmen beschlossen, darunter die komplette sechsköpfige ÖDP-Fraktion. Die ÖDP hat sich bereits bei allen vorbereitenden Beschlüssen seit Jahren gegen die Art der Bebauung ausgesprochen hat. „Unsere Befürchtungen haben sich durch die bisherige Entwicklung der Baustelle bestätigt. Was hier entsteht, passt nicht zur historischen Innstadt“, kritisierte Bürgermeister Urban Mangold in der Sitzung des Stadtratsplenums.

Die ÖDP-Fraktion hatte bereits Ende 2013 einen städtebaulichen Wettbewerb beantragt, hierfür jedoch keine Unterstützer gefunden. Damit sollte laut ÖDP eine geordnete und sich einfügende städtebauliche Entwicklung sichergestellt werden. In dem zu überplanenden Bereich dürfe nur eine Bebauung zugelassen werden, "die in Baustil, Architektur und Bauweise mit der historischen Innstadt harmoniert", forderten die ÖDP-Politiker schon vor drei Jahren.

Die Stadtratsmehrheit hat sich jedoch „für einen vom Investor in Auftrag gegebenen Architekten-Workshop entschieden, dessen Ergebnis nicht zufriedenstellt“, moniert die ÖDP. „Diese Architektur ist ein städtebaulicher Fehlgriff, frei von jedem Versuch, etwas Neues einfühlsam im historischen Umfeld zu planen. Die neuen Wohnungen hätten als ansprechende Stadthäuser viel besser mit dem Umfeld harmoniert“, so Mangold.

Die ÖDP-Fraktion verweist auch auf die Stellungnahme des Gestaltungsbeirats* der Stadt Passau. Dieser „bedauert, dass es nicht möglich war, das Vorhaben über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit hinterlegter Entwurfsplanung zu realisieren …“.

„Die ÖDP-Stadtratsfraktion war und ist der Meinung, dass durch einen von der Stadt ausgelobten städtebaulichen Wettbewerb Ergebnisse zu erzielen gewesen wären, die sich harmonischer in die historische Bausubstanz des reizvollen Stadtteils Innstadt eingefügt hätten. Nicht einmal ein vorhabenbezogener Bebauungsplan, indem genauere Festlegungen möglich gewesen wären, war von der Mehrheit des Stadtrates gewünscht, obwohl dieser auch von der Regierung von Niederbayern und vom Gestaltungsbeirat empfohlen wurde. Die Stadtratsmehrheit wollte dem Investor freie Hand lassen für seine bevorzugte Bauweise. Dass diese Architektur im totalen, die Umgebung ignorierenden Kontrast zur Innstadt steht, ist augenfällig. Die riesige Baumasse des Hauptbaukörpers, ein Betonklotz, weder interessant noch schön und ohne jeden Bezug zum benachbarten Ensemble, ist ein Implantat wie seinerzeit die sogenannte Neue Mitte“, so Urban Mangold.

Zusammenfassung der wichtigsten ÖDP-Argumente gegen den Bebauungsplan

 

[* siehe Stellungnahme des Gestaltungsbeirats in den offiziellen Sitzungsunterlagen, Seite 40]

 

 


Donnerstag, 16. Juli 2020

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