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30.06.2017

Rottaler Bäuerin kritisiert CSU-Bezirksrätinnen und unterstützt ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold

Offener Brief an Wasner-Sommer und Langwieser: „Ihr Nein zu Uferrandstreifen gefährdet Fische und Gewässer!“


Die Rottaler Bäuerin Edith Lirsch – hiermit Enkelin Johanna – kandidiert als niederbayerische ÖDP-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl. Sie unterstützt die Uferrandstreifen-Initiative von ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold.

Die CSU-Bezirksrätinnen Hannelore Langwieser (Kelheim) und Cornelia Wasner-Sommer (Passau-Land) haben im Bezirkstagsplenum Ende Mai gegen verpflichtende Uferrandstreifen zum Schutz der Fische und Gewässer gestimmt. Eine politische Position, die von der engagierten Rottaler Bäuerin Edith Lirsch aus Triftern (Rottal-Inn) nun vehement kritisiert wird. Die niederbayerische Spitzenkandidatin der ÖDP zur Bundestagswahl legt den CSU-Politikerinnen die Erkenntnis nahe, dass die Landwirtschaft nicht durch Uferrandstreifen „den Bach runtergeht“, sondern durch die verfehlte agrarpolitische Devise „Wachsen oder Weichen“.

Anlass für die Debatte im Bezirkstag war ein entsprechender Antrag von ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold, der vom Bezirkstag forderte, sich gegenüber dem Landtag klar pro Uferrandstreifen zu positionieren. Bayern sei das einzige Land, wo dies noch nicht gesetzlich geregelt ist. Auch der Fischereiverband Niederbayern steht hinter der Forderung nach Uferschutzstreifen. Die natürliche Reproduktion der Fische sei mittlerweile erschreckend gefährdet, hieß es kürzlich auf der niederbayerischen Jahreshauptversammlung der Fischer in Pfarrkirchen. Der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz sehen dies ebenso. Der Bezirkstag beauftragte den Bezirkstagspräsidenten bei drei Gegenstimmen, sich mit der Position pro Uferrandstreifen an die zuständigen Gremien in München zu wenden.

„Als engagierte Bäuerin aus dem Rottal unterstütze ich diese mehrheitliche Positionsbestimmung des Bezirkstages. Bedauerlicherweise haben Sie gegen diesen Vorschlag gestimmt und damit verpflichtenden Uferrandstreifen widersprochen. Da es in der Debatte im Landtag darauf ankommt, einen möglichst breiten Konsens aller Akteure in die Waagschale werfen zu können, appelliere ich an Sie, Ihren Standpunkt nochmals zu überdenken. Ich bin davon überzeugt, dass es ein starkes Signal an den Landtag wäre, wenn Bezirkstagsmitglieder ihre ablehnende Haltung zu schützenden Uferrandstreifen überdenken würden. Ich glaube, es würde Ihnen von der Öffentlichkeit hoch angerechnet werden, wenn Sie die Forderung von ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold zumindest nachträglich befürworten“, schreibt Edith Lirsch in einem offenen Brief an die CSU-Politikerinnen.

Nur gemeinsame Anstrengungen hin zu einer umweltverträglichen Landwirtschaft bewahren lebendige Flüsse und Bäche. Appelle an die Freiwilligkeit sind keine ausreichend wirkende Maßnahme zur Gefahrenabwehr bei Bodenerosion. Regelmäßig gebe es z.B. nach Starkregen kräftige Einträge in die Gewässer. Braune Brühe, Verschlammung, Ausbleiben der natürlichen Reproduktion der Fischbestände sind die Folge. Dünger werde in Gewässer getragen. Nachdem in Zukunft immer häufiger Starkregenereignisse erwartet werden, müsse die derzeitige Landnutzung dringend kritisch hinterfragt werden, fordert die Agrarexpertin der ÖDP.

 

 


Dienstag, 21. November 2017

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