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20.03.2012

Naturwaldparzellen im städtischen Wald als Lebensraum für seltene Arten

Nach der Renaturierung des Erdbrüstmoors plant die ÖDP-Fraktion ein zweites großes Naturschutzprojekt:


LBV-Kreisvorsitzende Gudrun Dentler (2.v.r.), BN-Ortsvorsitzender und ÖDP-Fraktionschef Paul Kastner, Stadträtin Dr. Claudia Faßbender und Bürgermeister Urban Mangold besichtigen alte Rotbuchen und Höhlenbäume im städtischen Wald in Kohlbruck.

Die ÖDP-Stadtratsfraktion will 40 Prozent des knapp 90 Hektar umfassenden städtischen Waldbesitzes aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausnehmen und bewirtschaftungsfreie Naturwaldparzellen ausweisen. Damit sollen Lebensräume für seltene und vom Aussterben bedrohte Arten gesichert und die biologische Vielfalt bewahrt werden. Die Stadträte Dr. Claudia Fassbender, Paul Kastner und Bürgermeister Urban Mangold (alle ÖDP) haben einen entsprechenden Antrag im Namen ihrer Fraktion eingereicht.

Voraussichtlich am 25. April wird die Initiative im Umweltausschuss beraten. Stimmt der Ausschuss dem Vorschlag zu, muss zunächst ein Konzept erarbeitet werden, das dann vor der Umsetzung nochmals dem Umweltausschuss vorgelegt werden soll. Die Realisierung soll dann in Zusammenarbeit mit dem Liegenschaftsamt, Forstfachleuten und Naturschutzverbänden erfolgen. "Nach der erfolgreichen Renaturierung des Erdbrüstmoors wäre dies das zweite größere Naturschutzprojekt der letzten Jahre", so Bürgermeister Urban Mangold, der damit auch eine im Naturschutzbeirat geführte Diskussion aufgreift. Der ÖDP-Politiker hat zur Vorbereitung der Initiative auch Kontakt mit dem Landesbund für Vogelschutz, dem Bund Naturschutz und Greenpeace aufgenommen.

Die ÖDP-Stadträte verweisen in ihrem Antrag auf die nationale Biodiversitätsstrategie, die von der Bundesregierung bereits 2007 beschlossen wurde, jedoch nur sehr schleppend vorankommt. 53 Prozent der Wälder Deutschlands befinden sich demnach im Besitz der öffentlichen Hand, die folglich bei Naturwaldkonzepten vorrangig gefragt ist. Die Stadt Passau könnte hier eine positive Vorreiterrolle übernehmen.

In Naturwaldparzellen soll der Artenschutz vor dem forstwirtschaftlichen Ertrag rangieren. Eingriffe sollen unterbleiben - abgesehen von der Entnahme von Borkenkäferfichten. Alt- und Totholz sowie Habitatbäume wie zum Beispiel Höhlen- und Horstbäume sollen als Refugium für seltene Arten erhalten bleiben. Mangold: "So soll eine urwüchsig anmutende Natur mit zahlreichen ökologischen Nischen vor der Haustüre entstehen. Doch auch in den weiterhin bewirtschafteten restlichen kommunalen Wäldern sollen Habitatbäume wie Höhlen-, Horst- und Fledermausbäume erhalten werden".


Donnerstag, 16. Juli 2020

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