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26.04.2018

Bürgermeister Urban Mangold ist gegen den digitalisierten Grundschulunterricht und fordert ein „Recht auf analoge Bildung“

„Digitale Medien begrenzt und sinnvoll einsetzen!“


Nach Ansicht von Bürgermeister Urban Mangold (ÖDP) ist es ein Irrweg, schon den Grundschul-Unterricht zu digitalisieren. „Im Landtag sind derzeit alle Parteien für eine Smartphonisierung des Schullebens. Ich spreche mich dagegen für ein Recht auf analoge Bildung aus“, erklärte der ÖDP-Politiker. „Eine Anleitung zur sinnvollen und begrenzten Verwendung unter Hinweis auf die Gefahren der digitalen Technik ist zwar notwendig, aber die Kulturtechniken (Lesen, Schreiben und Rechnen) lernt man nicht am Tablet“, so Mangold.

„Bayern wäre nach meiner festen Überzeugung ganz vorne, wenn wir die Erkenntnisse des Gehirnforschers Manfred Spitzer und sein leidenschaftliches Plädoyer für eine analoge Kindheit und für eine analoge Grundschule ohne smartphone, facebook, instagram, youtube und Konsorten ernst nähmen. Das alles schon im frühesten Schulalter führt in die falsche Richtung“, meint der ÖDP-Politiker.

Dies habe nichts mit technikfeindlichem Konservativismus zu tun. Es gehe vielmehr um eine gesunde Entwicklung von Kindern. Wer als erwachsener Mensch in der digitalen Welt aktiv mitgestalten und sich behaupten will, müsse in der Kindheit alle Möglichkeiten der Gehirnentwicklung erleben und ausleben können.

Für eine umfassende Gehirnentwicklung seien vielmehr die physische Bewegung im Raum notwendig, ebenso begeisternde Sinneswahrnehmungen wie z.B. das Streicheln einer echten Katze, nicht das Betrachten hunderter Katzenvideos, Handwerksarbeiten, eigene Ideen, Begegnungen mit anderen Menschen und deren Emotionen statt vernichtender Mobbingaktionen in der elektronischen Gruppe...

Medienkompetenz und der sichere Umgang mit digitalen Systemen seien natürlich auch wichtige Bildungsinhalte. Aber in den unteren Schulklassen gehe es doch zunächst um das Erlernen unserer Kulturtechniken. Die Fixierung von Kindern vor einem elektronischen Gerät könne allzu schnell zu einer suchtartigen ungesunden Entwicklung führen.

Nicht zuletzt sieht Mangold hinter der Schul-Digitalisierung das Gewinnstreben von Konzernen, die nicht nur Lernsoftware verkaufen wollen, sondern großes Interesse daran hätten, umfassende Persönlichkeitsprofile der Nutzer zu erhalten. Wer damit schon bei Schulkindern anfängt, hat  in einigen Jahrzehnten eine Totalanalyse fast aller Bürger und kann diese für seine eigenen Konzerninteressen nutzen oder auch gewinnbringend verkaufen. „Wer die Bildung tatsächlich verbessern will, soll weniger in Technik und umso mehr in die Ausbildung und Anstellung von Lehrkräften investieren“, fordert Mangold.


Sonntag, 27. Mai 2018

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