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22.08.2019

ÖDP fordert Grundsatzentscheidung: Keine Waldrodungen mehr!

„Es passt nicht zusammen, den Wald schützen wollen und das Jägerholz zu roden“


Walter Fraunhofer (2.v.r.) bewirtschaftet einen landwirtschaftlichen Betrieb neben dem geplanten Gewerbegebiet Jägerholz. Auf seinem Grund liegende Biotope wären durch die vorgesehene Ableitung des Oberflächenwassers gefährdet, erklärte er bei einem Ortstermin den ÖDP-Politikern (von links): Bürgermeister Urban Mangold, die Kreisräte Walter Dankesreiter und Agnes Becker sowie Fraktionschef Paul Kastner.

Angesichts der bestürzenden Meldungen über den Zustand des deutschen Waldes verlangt die ÖDP-Stadtratsfraktion eine Grundsatzentscheidung gegen Waldrodungen im Stadtgebiet. „Für Gewerbeansiedlungen muss der Passauer Wald künftig tabu sein“, fordert die ÖDP in einem bereits eingereichten Antrag an den OB. „Im aktuellen Fall, der geplanten Rodung des Jägerholz bei Patriching an der Ortsgrenze zu Tiefenbach, muss die Notbremse gezogen werden. Das wäre genauso ein Waldfrevel wie die geplante Vernichtung des Bannwalds in der Nachbargemeinde Neuburg. Die Ableitung des Oberflächenwassers aus dem geplanten Gewerbegebiet Jägerholz gefährdet zudem Biotope auf einem benachbarten Grundstück“, kritisieren Bürgermeister Urban Mangold und ÖDP-Fraktionschef Paul Kastner.

Passau solle eine Vorbildfunktion einnehmen. „Falls auch Neuburg seine aktuelle Rodungsentscheidung zurücknimmt und die Landkreisgemeinden dem Beispiel folgen, nähern wir uns dem von Ministerpräsident Söder erklärten Ziel zum Schutz der Wälder. Schwer erklärbar wäre, wenn die Parteien im Parlament von Waldschutz reden und ihre örtlichen Mandatsträger das Gegenteil beschließen“, meint Kastner. Die ÖDP habe im Stadtentwicklungsausschuss geschlossen gegen den Erstbeschluss zur Jägerholz-Rodung gestimmt. „Ich hoffe, dass wir die Mehrheit umstimmen können. Noch ist der Erstbeschluss zu ändern“, appelliert der BN-Vorsitzende an die Stadtratskollegen.

„Wöchentliche Demonstrationen für mehr Klimaschutz, die Forderung, mehr Bäume für das Klima zu pflanzen und die Sorge um den deutschen Wald beschäftigen derzeit unsere Gesellschaft. Dass das in Passau keine vorrangige Rolle spielt und nun das drei ha große Jägerholz für ein Gewerbegebiet weichen soll, lassen uns an der Bereitschaft zum Richtungswechsel zweifeln“, so Mangold und Kastner. „Dass dabei ein ca. 100- jähriger Tannenmischwald mit erstklassiger Naturverjüngung das Nachsehen hat, scheint den Befürwortern unwichtig zu sein. Vielleicht hat es bei einigen Stadträten mehr Gewicht, dem Waldeigentümer St. Johannis Stiftung eine Finanzspritze zu gewähren als Wald für den Klimaschutz zu schonen. Ich bin überzeugt, dass die Stadt in der Lage ist, der Stiftung auch  ohne Waldrodung zu helfen“, meint der ÖDP-Fraktionschef. „Skandalös“, findet er es, „dass nicht nur wertvoller Lebensraum für Insekten und andere Tiere verschwindet, sondern auch schon über Jahrhunderte genutzte Quellen für benachbarte landwirtschaftliche Anwesen zerstört sowie Biotope und Bachläufe durch belastetes Oberflächenwasser massiv beeinträchtigt werden“. Die Einwendungen der betroffenen Nachbarn wurden ohne Kompromissbereitschaft abgetan“, kritisierte Kastner bei einem Ortstermin am benachbarten Hof von Walter Fraunhofer.

Den bereits eingereichten ÖDP-Antrag „Grundsatzentscheidung für den Passauer Wald“ finden Sie hier: http://www.oedp-fraktion-passau.de/index.php?id=68

 


Sonntag, 22. September 2019

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