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16.11.2020

Jugendbeteiligung und jugendpsychiatrische Versorgung - ÖDP-Kreisräte im Fachgespräch mit dem Bezirksjugendring

„Die Jugendbeteiligung von heute ist die lebendige Gemeinde von morgen“.


Beim gemeinsamen Fachgespräch der niederbayerischen ÖDP-Mandatsträger mit dem Vorstand des Bezirksjugendrings (v. l.): Bezirksrat Urban Mangold, stellv. Landrätin Martha Altweck-Glöbl (SR), Kreisrätin Annette Setzensack (KEH), Kreisrat Walter Dankesreiter, Eleonore Kellner (BezJR), Kreisrat Bernhard Suttner (SR), Anja Stelzer (BezJR), Kreisrätin Lisa Wax (DGF), Martin Wagner (BezJR) und Stefanie Denk, Vorsitzende des Bezirksjugendrings.

Die ÖDP-Mandatsträger in den Jugendhilfeausschüssen der niederbayerischen Landkreise haben sich zu einem Fachgespräch mit der Vorsitzenden des Bezirksjugendrings Stefanie Denk und BezJR-Vorstandsmitgliedern getroffen. Die konkreten Ergebnisse: Die Teilnehmer stimmen überein, dass auch neue Formen der Jugendbeteiligung in den Kommunen entwickelt werden sollen, wie zum Beispiel der von der ÖDP vorgeschlagene Jugend-Bürgerantrag oder die auch von Mehr Demokratie e.V. empfohlene Online-Bürgerbeteiligung.

Eine neue Idee: der Jugend-Bürgerantrag

Die ÖDP will in den Städten und Gemeinden die Einführung eines Jugend-Bürgerantrags vorschlagen.  Den offiziellen Bürgerantrag dürfen laut Gemeindeordnung nur volljährige Wahlberechtigte unterschreiben. „Wir schlagen nun vor, dass sich Stadträte und Gemeinderäte freiwillig verpflichten, einen Bürgerantrag auch dann zu behandeln und Rederecht zu garantieren, wenn die Antragsteller noch nicht volljährig sind“, so Walter Dankesreiter, Mitglied des Passauer Kreistages. Bezirksrat Urban Mangold, Initiator des Treffens, bekräftigte das Vorhaben: „Jugendbeteiligung führt zur anhaltenden Identifikation mit der Heimat und zur Freude am Engagement für das Gemeinwohl. Die Jugendbeteiligung von heute ist die lebendige Gemeinde von morgen“. 

BezJR-Vorsitzende Stefanie Denk informiert die anwesenden ÖDP-Mandatsträger über die verschiedenen Publikationen des Bayerischen Jugendrings (BJR) hierzu und dass der BJR wie auch seine untergeordneten Jugendringe für jugendgerechte Kommunen in Bayern stehen. Der Bezirksjugendring Niederbayern mit seinen zwölf Stadt- und Kreisjugendringen hat ebenfalls verschiedene Veranstaltungsformate initiiert, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Die BezJR-Verantwortlichen legen dabei großen Wert darauf, dass auch in der Corona-Pandemie ein sinnvolles Freizeitangebot möglich bleibt.

Sorgen bereiten den Gesprächsteilnehmern die zunehmenden Fallzahlen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Versorgungsengpässe in einzelnen Kreisen sollen zügig geschlossen werden. BezJR-Vorsitzende Stefanie Denk gab zu verstehen, dass sie dieses Ziel verstehen kann, dies jedoch nicht in den Aufgabenbereich des BezJR fließt. Hier sei der Bezirk auf einem guten Weg. Bezirksrat Urban Mangold hat im letzten Jahr eine öffentliche Anhörung zu den Ursachen der dramatisch steigenden Fallzahlen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie beantragt. „Wir müssen die Ursachenforschung viel mehr in die gesellschaftliche Debatte bringen. Darüber wird zu wenig geredet“, meinen die ÖDP-Mandatsträger.


Dienstag, 24. November 2020

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