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14.05.2013

Die Sichtbeton-Frage ist nach Ansicht der ÖDP entscheidungsreif

Mangold: „Die Bürger wollen nicht der Experimentierlust einzelner Architekten ausgeliefert sein“.


Bunker-Ästhetik im Blickfeld der altehrwürdigen Veste: Manche Architekten haben große Freunde an optischen Kontrapunkten. Urban Mangold will dem Grenzen setzen.

Bürgermeister Urban Mangold und die ÖDP-Fraktion wollen, dass möglichst schon in den nächsten Wochen darüber abgestimmt wird, ob unansehnliche Sichtbeton-Fassaden im Geltungsbereich der Stadtbildsatzung ausgeschlossen werden sollen. Länger solle damit nicht mehr gewartet werden. Einen entsprechenden Antrag hat die ÖDP im März bei OB Dupper eingereicht. Kontrovers diskutiert wurde in diesem Zusammenhang in den letzten Wochen Bauwerke wie das Infohäuschen an der Fritz-Schäffer-Promenade und das kürzlich eröffnete neue evangelische Gemeindezentrum an der Theresienstraße.

Die ÖDP-Fraktion bedauert, dass die Stadtverwaltung diese Gebäude nach wie vor für genehmigungsfähig hält. Ziel des Antrages sei deshalb, zumindest die künftige Praxis im historischen Stadtzentrum zu ändern. Mangold: "Wenn alle fünf Jahre so ein Beton-Kubus im historischen Passau entsteht, dann werden wir unsere Stadt in ein paar Jahrzehnten nicht wieder erkennen. Und genau das wollen wir durch eine Konkretisierung der Stadtbildsatzung vermeiden. Das Echo aus der Bürgerschaft zeigt uns, dass vermutlich die Mehrheit genau so denkt wie wir".

In der seit 1986 bestehenden Stadtbildsatzung sei schon jetzt festgelegt, dass "Neubauten die Wesensmerkmale ihrer historischen Umgebung berücksichtigen sowie sich an Proportionen, Maßstäblichkeit und Gestaltungsprinzipien historischer Gebäude orientieren sollen" (§5). Mangold: "Eigentlich möchte man meinen, dass diese Satzung schon jetzt alles klar genug regelt". Weil diese aber sehr weit ausgelegt werde, sollte sie nun eben vom Stadtrat per Beschluss konkretisiert werden, fordert die ÖDP-Fraktion.

"Dass manche Architekten meinen, ausgerechnet der Bau von Betonklötzen müsse der öffentlichen Debatte entzogen werden," ist nach Ansicht von ÖDP-Bürgermeister Urban Mangold "schlicht unakzeptabel". Denn ansonsten sei in der Stadtbildsatzung sogar reglementiert, welche Form von Mauerputz zulässig und wo eine Solaranlage erlaubt ist. "Die Passauer haben das Recht, sich an einer öffentlichen Debatte über das Stadtbild zu beteiligen. Ich glaube auch, dass es die meisten Bürger nicht mehr hören können, wenn einzelne Planer meinen, sie müssten mit Betonklötzen einen Kontrapunkt setzen, damit das historische Umfeld wieder bewusst wird. Das ist nach meiner Ansicht ziemlicher Unsinn. Die Bürger wollen sich in erster Linie in der Stadt wohl fühlen und sich an schönen Bauten erfreuen und nicht der Experimentierlust einzelner Architekten ausgeliefert sein", so Mangold.


Freitag, 25. September 2020

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