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27.09.2016

Stadtratsberatung zum Landesentwicklungsprogramm

Für Erhalt der Kulturlandschaft und Stärkung der Region! Greipl und Mangold lehnen Flächenfraß und Ansammlung von Scheußlichkeiten ab


Passau. Der Entwurf des Bayerischen Landesentwicklungsprogramms (LEP) liegt der Stadt Passau zur Stellungnahme vor und wird am 27.9. im Stadtentwicklungsausschuss behandelt. Die Idee von Heimatminister Söder zur Zukunft Bayerns sieht u. a. vor, die Ansiedelung von Gewerbe- und Industriegebieten oder Freizeitparks in freier Landschaft ohne Anbindung an Orte noch weiter zu erleichtern: „Lockerung des Anbindegebots“ ist das Stichwort. Dies wird „zu einer Ansammlung von Scheußlichkeiten in unserer Kulturlandschaft führen“, kritisiert Bürgermeister Urban Mangold, der im Namen der ÖDP-Fraktion einen Antrag zur kommunalen LEP-Anhörung eingebracht hat.

Auch nach Ansicht von ÖDP-Stadtrat Prof. Dr. Egon J. Greipl wird „die lebendige Vielfalt der bayerischen Landschaften mit ihrem erlebbaren Wechsel von offenen Landschaften und kompakten dörflichen und städtischen Siedlungen weiter aufs Spiel gesetzt, die weitere Zersiedelung sowie die Entstehung monotoner Gewerbegebieten entlang der Autobahnen gefördert und ungebremst wertvoller Boden verbraucht. Das Anbindegebot darf keinesfalls gelockert werden“.

Die Stärkung des ländlichen Raumes ist für die ÖDP ein wichtiges Ziel, die Lockerung des Anbindegebots aber der ganz falsche Weg. Der Schwerpunkt muss auf der Zusammenarbeit der Kommunen und nicht auf ruinösen interkommunalen Wettbewerb liegen, auf  Entwicklungsmodellen, die der mobilen, digitalen, demographischen Entwicklung und den sich verändernden Beziehungen zwischen Stadt, Land und Region Rechnung tragen.

Nicht im weiteren Flächenverbrauch, sondern in der qualitätsvollen Weiterentwicklung bereits verstädterter oder technisierter Landschaften, um sorgfältige Nachverdichtung, Nutzungsmischung und Wiederverwertung liegt das ländliche Potential!

Die Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaften, die Identität stiftenden Bilder und die kulturellen Qualitäten sind in einer zunehmend gleichförmigen Welt ein zentraler Standortfaktor geworden!

Eine Landesentwicklung, die diesen Namen verdient, muss auf der Basis unserer gemeinsamen kulturellen Werte Qualitätsvorgaben formulieren und ein räumliches Zukunftsbild unseres Landes entwerfen. Versäumnisse und Beliebigkeit sind nicht korrigierbar.

Die ÖDP verteidigt entschlossen unsere Heimat gegen den einseitigen Vorrang wirtschaftlicher Ziele in der Raumnutzung.


Donnerstag, 2. Juli 2020

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