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28.06.2018

Erfolg gesichert dank Biolandwirtschaft

Hofführung des Bund Naturschutz bei Dankesreiter in Otterskirchen


Feldbegehung mit den Biolandwirten Michael (von rechts) und Walter Dankesreiter (8 v.r.), Kreisrätin Halo Saibold (7.v.r.), Bezirksrat Urban Mangold (Mitte) und Günter Kunkel vom Bienenzuchtverein Passau (3. v. l.)

Um sich ein Bild von der ökologischen Landwirtschaft in der Heimat zu machen, konnte Martin Ziegler namens des BUND Naturschutz auf dem Dankesreiter-Hof in Otterskirchen 30 interessierte Verbraucher und Bauern begrüßen. Mit dabei waren Kreisrätin Halo Saibold, Günter Kunkel vom Bienenzuchtverein Passau und Bezirksrat Urban Mangold, der den Ökobetrieb seit seinen Anfängen kennt. Mittlerweile unter Beteiligung des Sohnes Michael blicken die Dankesreiter auf fast 30 Jahre zurück, in denen sie nach Richtlinien des Biokreises arbeiten. Stallaufteilung, Weidehaltung, Terminwahl beim Abkalben - es ist eine Reihe von Maßnahmen, die für einen effektiven Arbeitsablauf in der Milchwirtschaft sorgen. Höhere Erzeugerpreise, fruchtbarer Boden und schadstofffreies Grundwasser sind die Renditen, die jetzt und den nachfolgenden Generationen winken. „Maßhalten ist notwendig, damit das Auskommen der Landwirte und das Tierwohl gleichermaßen gesichert sind“, wie es Walter Dankesreiter formuliert. Und der lange Atem des erfolgreichen Ausdauersportlers zeigt sich in einem gesicherten Betrieb: nach der Stallerweiterung sind es 60 gesunde Kühe, die tagsüber auf die Weide geführt werden. Die Zweifachnutzung des Fleckviehs zur Milch- und Fleischgewinnung bringt nach Auskunft des Jungbauern im Schnitt täglich 20 Liter Biomilch je Kuh, während bei manchen norddeutschen Großbetrieben Hochleistungsrinder in ihrem kurzen Leben doppelte Milchabgabe leisten müssen. Der Liter hochwertiger Bio-Milch wird zu 50 ct vergütet.

Auf den Feldern wächst Triticale, die Kreuzung aus Weizen und Roggen, mit Erbsen heran und wechselt sich von Jahr zu Jahr mit Klee zur Stickstoffanreicherung ab. Steinmehl im organischen Kuhdung liefert Mineralstoffe. "Kunstdünger ist hier nicht nötig", wie Walter Dankesreiter betont. Während Braugerste und Backgetreide im „herkömmlichen“ Betrieb vor der Ernte mit Glyphosat behandelt werden, wartet der Jungbauer und Landwirtschaftsmeister eine Restfeuchte von 14 % ab, ehe gedroschen wird. Zunächst mag verwundern, dass sich auf Dankesreitergrund zu 10 % auch Mais befindet. Doch zwei Vorjahre mit Klee, Gülleausbringung und sofortige Einarbeitung lassen eine Bodenstruktur entstehen, die vor Erosion schützt und dem anspruchsvollen Getreide Halt bietet. Zur Wasserversickerung trägt auch das Hacken des Bodens bei, während von vielen Maisäckern der Boden bei Regenfall wortwörtlich den Bach runtergeht. Für die Verbraucher ebenso wie für die Bauern gab die Hofführung einen tieferen Einblick in die erfolgreiche Biowirtschaft zum Wohle von Mensch und Tier in der Heimat.


Donnerstag, 24. September 2020

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